Wo bleibt Deutschland? Brutto Rentenniveau sinkt weiter
Ein Renten Vergleich der Rentensysteme zeigt: die Deutschen müssen mehr Vorsorgen als ihre europäischen Nachbarn, trotz Reformen. Fünf Jahre nach Beginn der Reformen in Deutschland ist es Zeit für eine Bestandsaufnahme. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) nahm dazu die europäischen Rentensysteme unter die Lupe. Das Urteil über Deutschland fällt gemischt aus.
Einerseits werden die Reformanstrengungen der letzten Jahre sehr gelobt. ( Riester Eigenheim und Riester Angebot ) Wegen der ungünstigen demographischen Entwicklung und der Überalterung der Gesellschaft sei die Reform von höchster Dringlichkeit gewesen. Die Gefahr der Altersarmut sei aber gestiegen, denn die Rentenleistungen für Durchschnittsverdiener sind niedrig. Deutschland liegt im OECD Vergleich des Brutto Rentenniveaus von Durchschnittsverdienern gerade mal im unteren Drittel.
Deutsche müssen verstärkt privat Vorsorgen. Zusätzlich zum sinkenden Brutto Rentenniveau drückt die Inflation auf die Rentengelder: Wer in 30 Jahren über die heutige Kaufkraft von 1000 € verfügen will, benötigt dann rund 1800 €. Deutschland hat mit den Reformen der vergangenen Jahre die finanzielle Nachhaltigkeit des Systems deutlich verbessert. ( Rente Förderung ) Allerdings werden die Arbeitnehmer nun verstärkt in die Verantwortung genommen, selbst privat vorzusorgen, um eine ausreichende Rente zu erhalten.
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