Schmidt erwartet höhere Kassenbeiträge erst 2010

Ulla Schmidt (SPD und Gesundheitsministerin) erwartet im kommenden Jahr 2009 noch stabile Beiträge für gesetzlich Krankenversicherte. Durch die Einführung des Gesundheitsfonds werde der Satz nun einheitlich 15,5 Prozent betragen. Die Ministerin glaubt aber auch, dass dieses Geld langfristig nicht ausreichen wird.
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt sieht indes keine Probleme bei der Finanzierung der Krankenkassen und der Patientenbehandlung. Die Einnahmen werden 167 Milliarden betragen bei einem einheitlichen Kassenbeitrag von 15,5 Prozent.
Ab Januar 2009 fließen die Gelder der Versicherten ausschließlich in den Gesundheitsfonds.
Herbert Reichelt, künftige Chef des AOK-Bundesverbandes, rechnet damit, dass der jetzige Beitragssatz nicht ausreichen wird und spricht schon von einer Unterdeckung.
Ulla Schmidt geht davon aus, dass unsere Wirtschaft um 2 Prozent schrumpfen wird und die Berechnungen der Krankenkassenbeiträge darauf beruhen. Kassen die mit dem Beitrag nicht auskommen werden, können einen Zusatzbeitrag von den Versicherten erheben.
Weiterhin ist das zweite Konjunkturpaket des Bundes im Gespräch, um etwa durch Steuerzuschüsse dem Gesundheitsfonds finanziell zu helfen. Dadurch könnte der Beitragssatz wieder gesenkt werden. Nur durch einen Neuverschuldung des Bundes ist das zu finanzieren. Ob wir das uns wirklich wünschen?
Der Start des Gesundheitsfonds wird von der Bundesregierung bestimmt und ab dem 01.Januar 2009 gilt dann der Einheitsbeitrag von 15,5 Prozent. Dieser Beitrag wird dann zukünftig von der Regierung jährlich neu festgelegt.

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