Präsidentschaftswahl im November in USA
Sowohl die Zins- als auch die Währungsentwicklungen könnten durch die Präsidentschaftswahl im November beeinflusst werden. Da die Kandidaten zur US Präsidentschaftswahl nun feststehen, macht es Sinn, die möglichen Auswirkungen der jeweiligen Wahlprogramme auf die Wirtschaft näher zu betrachten. Gewinnt der Kandidat der Republikaner, John McCain, ist mit Steuersenkungen für alle Einkommensgruppen zu rechnen. Besonders sollen aber Wohlhabende und Unternehmen entlastet werden. Eine schrittweise Senkung der Unternehmenssteuer von 35 auf 25 Prozent soll dafür sorgen, dass sowohl die Wirtschaft angekurbelt als auch der Standort USA wieder attraktiver wird. Erstarkende Wirtschaft bedeutet auch steigende Unternehmensgewinne und somit gute Aussichten für die Aktienkurse. Bei einem Sieg von Barack Obama sollen die mittleren und unteren Einkommensschichten entlastet werden, diese könnten für einen höheren Konsum sorgen. Mehr Einzelhandelsumsätze bedeutet in der Regel auch mehr Unternehmensgewinne, also ebenso Positiv für die Kapitalmärkte. Jedoch will er Unternehmen, insbesondere Ölkonzerne, stärker besteuern. Dieses wirkt sich negativ auf den Nettogewinn eines Unternehmens oder auf die Verbraucherpreise aus. Vorteile eines Obamas Sieg erhofft sich hingegen die Umweltbranche, in diese will der Demokrat zur Förderung von sauberer Energie viel investieren und entsprechend fördern. Die Konzepte beider Kandidaten sind bei weitem nicht aufkommensneutral und würden Amerikas Staatsetat weiter belasten. Der nun beginnende direkte Wahlkampf wird weitere wichtige Aufschlüsse über die Vorhaben der Kandidaten und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Wirtschaft bringen.
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