Kooperation zwischen Sony und Ericsson auf dem Prüfstand?
Der Elektroriese Sony aus Japan steht möglicherweise kurz vor einem Absprung aus dem gemeinsamen Joint Venture mit dem schwedischen Handyproduzenten Ericsson. Vor einigen Wochen gab Ericsson bereits eine Gewinnwarnung aufgrund der fehlenden Umsätze und den steigenden Herstellungskosten für Mobiltelefone heraus. Für Sony-Chef Howard Stringer ist Ericsson nun eine Art Dorn im Auge. Für Kenner der Mobiltelefonbranche ist der Grund für die erneut schlechten Zahlen klar. Ericsson konzentriert sich zu sehr auf Europa, statt in den Schwellenländern ihre Position zu stärken und auszubauen. Ein allgemeiner Trend, den einige andere Mobiltelefonhersteller bereits erkannt haben und Sony Ericsson auf Platz 5 aller Handyproduzenten verdrängt haben. Für eine Erfolgsmarke wie Sony natürlich zu wenig. Vergleiche mit dem amerikanischen Produzenten Motorola werden bereits gezogen. Motorola hat nach seinem Mobiltelefon-Hit RAZR ebenfalls den Anschluss an die Spitze der Mobiltelefonhersteller verloren. Auch die Produktionsstrategie von Sony Ericsson wird von den Experten kritisiert. Zwar produziert man in Schweden hochwertige Mobiltelefon allerdings sind die Preise für die Geräte zu hoch. Der finnische Hersteller Nokia dagegen nutzt momentan den Run auf Billig-Handys für sich und hat deshalb die Marktführung übernommen.
Dem Sony-Chef Howard Stringer ist nun klar, dass sich etwas tun muss um eine weiter gute Zusammenarbeit zwischen Sony und Ericsson zu gewährleisten. Sony steht mit Ericsson mittlerweile im ständigen Kontakt, um wieder an die vergangenen Erfolge anknüpfen zu können. Eine schon entschiedene und endgültige Entscheidung über einen möglichen Ausstieg von Sony wies Stringer aber bisher strikt zurück. Er will mit Ericsson zusammen in der Zukunft flexibler auf die Marktsituationen reagieren können, damit die Partnerschaft beider Unternehmen wieder grüne Zahlen schreibt.
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