Gesundheitsfonds GKV droht Milliarden-Loch

Gesundheitsfonds GKV droht Milliarden-Loch

2009 drohen den gesetzlichen Krankenkassen milliardenschwere Defizite. Grundlage dafür sei die erschwerte Wirtschaftskrise, vermeldet der Spiegel. Nach Annahme der Bundesregierung wird von einem Anwachsen der Grundlohnsumme von 2,4 Prozent und 2,5 Prozent bei der Rentensumme ausgegangen. Zu optimistisch gelten nun diese Annahmen und gefährden die Kalkulation.
Kommende Woche soll laut “Spiegel” der Schätzerkreis die Prognose beim Bundesversicherungsamt abgeben und mitteilen, welche Auswirkungen die Wirtschaftskrise auf den Gesundheitsfonds hat.
2 Milliarden Euro Einnahmeverluste werden auf jeden Fall befürchtet und eine steigende Arbeitslosigkeit in den weiteren Monaten.
Das Bundesgesundheitsministerium geht von mehreren hundert Millionen Euro Ausfällen aus. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) müsste dann das Finanzloch stopfen, so dass die Krankenhäuser und Ärzte nicht auf unbezahlten Rechnungen sitzen bleiben würden.

Im folgenden Jahr sollten die Krankenkassen das Geld dann zurückzahlen. Daher drängen bereits jetzt die Krankenkassen, den Mitgliedsbeitrag um 0,3 Prozentpunkte auf dann 15,8 Prozent anzuheben.
Eine zeitliche Verringerung der Beiträge plant jedoch nun die Bundesregierung, um die Konjunktur zu unterstützen. Der Staat zahlt Zuschüsse zu den Krankenkassen und den Gesundheitsfonds, damit das System bestehen bleibt. Das Geld wird dann durch neue Schulden finanziert. Diese Absenkung soll aber nur für Arbeitnehmer gelten. Unternehmen verbleiben bei den festgesetzten Sätzen.

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