DAX Stand zum 28.07.2008
Der deutsche Aktienmarkt hat sich zum
Wochenbeginn erneut schwächer gezeigt. Der Leitindex DAX verlor bis
zum Handelsschluss am Montag 1,3 Prozent auf 6351 Punkte. Der MDAX
gab 1,8 Prozent auf 8111 Zähler nach, und der TecDAX fiel um 1,3
Prozent auf 716 Punkte.
Vor allem die erneute Schwäche von Automobil- und Finanztiteln
drückte Analysten zufolge den Markt. Fundamental belaste der
schwächere GfK-Indikator zum Konsumklima in Deutschland. Stützend
wirke unter anderem der Rückgang des Ölpreises auf rund 124 Dollar.
Etwas leichter präsentierten sich die Notierungen an der New
Yorker Wall Street am Montag. Bis 17.30 Uhr MESZ verlor der
Dow-Jones-Index 0,6 Prozent auf 11 303 Punkte. Der Nasdaq-Composite
gab 1,1 Prozent auf 2285 Zähler nach.
Der Euro wurde am Abend etwas fester zu 1,5752 Dollar gehandelt.
Händler sprachen von einem vergleichsweise impulsarmen Geschäft. Mit
dem Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal, dem Index des
Verbrauchervertrauens, den Zahlen zum Arbeitsmarkt und dem ISM-Index
für das Verarbeitende Gewerbe im Juli stünden wichtige
US-Konjunkturdaten erst im weiteren Verlauf der Woche auf der
Tagesordnung. Die Europäische Zentralbank hatte am Mittag einen
Referenzkurs von 1,5746 Dollar festgestellt.
Im DAX standen Finanzaktien am stärksten unter Druck. Deutsche
Börse verloren 5,1 Prozent auf 71,93 Euro. Postbank verbilligten sich
um 4,7 Prozent auf 44,58 Euro, und Hypo Real Estate büßten 3,4
Prozent auf 17,15 Euro ein. Händler führten das Minus bei der
Postbank auf einen Bericht des «Focus» zurück, nach dem es bei der
Deutschen Bank Gegenwind gegen ein Gebot für die Postbank gebe.
Lufthansa verzeichneten ebenfalls Abschläge. Die Aktien verloren
am ersten Tag des unbefristeten Streiks des Boden- und
Kabinenpersonals 3,0 Prozent auf 14,99 Euro. Gegen den Trend stiegen
Volkswagen um 1,1 Prozent auf 208,35 Euro. Etwas fester schlossen
ThyssenKrupp und Henkel.
In der zweiten Reihe fielen Stada nach einer Umsatzwarnung mehr
als 27 Prozent auf 34,06 Euro. Bilfinger Berger gaben wegen Problemen
mit einem Projekt in Norwegen 15,0 Prozent auf 42,50 Euro nach. Die
höchsten Aufschläge verzeichneten K+S mit einem Plus von 6,7 Prozent
auf 69,81 Euro.
Im TecDAX verloren Kontron 7,3 Prozent auf 9,08 Euro. Analysten
begründeten die Verluste mit Gewinnmitnahmen nach der Vorlage der
Quartalszahlen. IDS Scheer, deren Zahlen am Dienstag veröffentlich
werden, verloren ebenfalls mehr als sieben Prozent. Fester schlossen
vor allem Solarworld. Die Aktie stieg um 2,2 Prozent auf 27,48 Euro.
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