Chinas Wirtschaft boomt weiter
Auch in China erholt sich das Wirtschaftswachstum. Während Europa und USA sich noch im Frühlingserwachen befinden, gibt die chinesische Wirtschaft bereits wieder Vollgas. So konnte mit Hilfe des 585 Milliarden Dollars Konjunkturprogramm der Regierung das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 7,9 Prozent gesteigert werden. Die weltweite Hoffnung einer Erholung stützt sich aber nicht allein auf China. Der gesamte asiatische Wirtschaftsraum hat zuletzt mit positiven Nachrichten auf sich aufmerksam gemacht. So hatte sich die asiatische Handelsmetropole Singapur aus ihrer Schockstarre gelöst und war im zweiten Quartal aufs Jahr hochgerechnet überraschend stark um 20,4 Prozent gewachsen. Von dem Wiedererstarkten Asien können auch die exportlastigen Wirtschaften, wie Deutschland profitieren. Bei den chinesischen Verbraucher- und Erzeugerpreisen zeigte sich aufgrund der gefallenen Rohstoffpreise ein ähnliches Bild wie in den anderen Ländern. Bei den Verbraucherpreisen war auf Halbjahressicht ein Preisrückgang von ca. 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahrzeitraum zu verzeichnen. Die Erzeugerpreise lagen im ersten Halbjahr sogar um 5,9 Prozent unter den Werten des Vorjahres. Im Gegensatz zu Japan ist aber keine Deflation zu erwarten. In Japan fielen die Verbraucherpreise um 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau. Trotz steigender Rohstoffpreise rechnen Volkswirte hier für die kommenden Monate noch mit einer Verschärfung des Preisrückgangs.
Der zurückkehrende Konjunkturoptimismus hat auch den Ölpreis wieder Auftrieb gegeben. So konnte sich die US-Ölsorte WTI im Juli bei 65 USD je Fass einpendeln, welches ein Anstieg von Jahresbeginn von über 60 Prozent bedeutet. Im vergangenen Jahr lag der Ölpreis noch bei 147 USD, welches Unternehmen und Konsumenten enorm geschadet hatte. Inzwischen sind die dafür verantwortlich gemachten Spekulanten weitestgehend von den Waren- und Terminbörsen ausgegrenzt bzw. unter Kontrolle gestellt, so dass die bis dato noch nie gesehenen Preisschwankungen sich nicht wiederholen sollten und eine normale Entwicklung zu erwarten ist. Aber auch andere Rohstoffpreise ziehen wieder an. So konnten Gold, Platin, Silber, Palladium und Kupfer im Juli Kursgewinne verzeichnen. In der zweiten Jahreshälfte könnten die Rohstoffpreise aufgrund einer erhöhten Nachfrage weiter ansteigen. Viele Lager sind wegen fehlenden Käufen in Zeiten der Rezession inzwischen so gut wie leer und müssen mit Erholung der Konjunktur und Belebung der Weltwirtschaft für die Produktion wieder gefüllt werden.
Benutzer, die diese Seite fanden, suchten auch nach:
- wieso boomt chinas wirtschaft
- auto

ich hab letzthin in der zeitung gelesen, dass china stark mit getürkten zahlen arbeitet, um das wachstum größer erscheinen zu lassen als es eigentlich ist. jetzt würde mich natürlich interessieren was stimmt – das starke wachstum oder die getürkten zahlen?